-
CEO Thibaut Weise und CTO Brian Amberg von faceshift.
Yannick Romero, PhD, Renier Myburgh, PhD und Prof. Patrick Nef, PhD (v.l.) von Transcure.
Faceshift und TransCure sind die neuen venture kick Gewinner
Do. 16.05.2013, 07:00
Die beiden venture leader faceshift und TransCure Biosciences rockten das venture kick Finale und werden nun mit dem maximalen Beitrag von 130'000 Franken unterstützt. Während faceshift mit seiner Software die Animationsstudios dieser Welt erobert, leistet TransCure Biosciences einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen Aids. Wie das möglich ist? ...Mehr lesen
Einen Avatar für jeden? Das ist dank der an der ETH in Zürich entworfenen und an der EPFL umgesetzten Software von faceshift möglich. Was vor einigen Jahren noch als Utopie anmutete, ist heute Realität: Eine einfache Kamera mit Bewegungs- und Tiefensensor genügt, um mithilfe der Software von faceshift einen echten Avatar zu erzeugen, der Ausdruck oder Grimassen des Aufgenommenen in Echtzeit imitiert. Führende Studios in der Game- und Filmindustrie arbeiten bereits mit der innovativen Software und das Startup ist auf dem besten Weg, Hollywood im Sturm zu erobern.
Verblüffende Animationen in Echtzeit
Der ehemalige venture leader und CEO Thibaut Weise investiert das Preisgeld aus dem venture kick Finale denn auch in den Aufbau einer Präsenz in den USA. Eine hochkarätige Persönlichkeit mit einem weitverzweigten Beziehungsnetz zu den führenden Adressen in der Filmindustrie wurde bereits verpflichtet. „Die Förderinitiative venture kick unterstützte uns bereits in der Ideenphase. Dank dem Startkapital und Coaching von venture kick ist daraus Schritt für Schritt eine professionelle Firma gewachsen, die den internationalen Markt aufrollen will - und kann. Darauf bin ich stolz!“, so Weise.
Erfolgreich im Kampf gegen Aids und Immunkrankeiten
Das Startup TransCure Bioscience entwickelte eine einzigartige Methode eines „vermenschlichten Immunsystems“. Auf der Suche nach neuen Behandlungsmethoden gegen Aids und Erkrankungen des Immunsystems, können mithilfe dieser Expertise zuverlässige Resultate erzielt werden. TransCure Bioscience wurde 2011 in Genf von den Professoren Patrick Nef und Karl-Heinz Krause von der Universität Genf gemeinsam mit Professor Michael Pepper von der Universität Pretoria und Professor Roberto Speck vom Universitätsspital Zürich gegründet. Das Jungunternehmen hat seine Auftragsbücher für 2013 bereits mit zahlreichen Studien der Pharmabranche gefüllt, jetzt stehen Verhandlungen mit internationalen Venture Capital Firmen an, um die Test-Kapaziät auszubauen und neue Test-Plattformen für Hepatitis, Malaria und Krebs zu entwickeln. „venture kick sicherte uns neben der finanziellen Unterstützung die Anerkennung in unserer Branche und validierte unsere Strategie“, äussert sich CEO Patrick Nef erfreut über die Auszeichnung.
-
Elodie Dahan, die Anführerin der Startup Nationalmannschaft von 2012.
Kandou und OsmoBlue im Finale des ACES Award 2013
Mi. 15.05.2013, 19:00
Zwei Schweizer Startups aus dem Bereich der Green-IT sind für den begehrten europäischen ACES Award nominiert. Ins Finale geschafft haben es die ehemalige venture leaderin Elodie Dahan mit ihrem Startup OsmoBlue sowie wie Amin Shokrollahi und Harm Cronie mit Kandou. Das Finale des ACES Awards wird am 4. Juni im europäischen Parlament in Brüssel über die Bühne gehen....Mehr lesen
Der ACES Award (Academic Enterprise Award) wird in diesem Jahr zum fünften Mal an herausragende Unternehmen aus dem öffentlichen und universitären Sektor vergeben. Ziel ist es, die Leistungen von innovativen Forschern, Ingenieuren, Studenten und Professoren, welche sich für das Unternehmertum einsetzten, zu würdigen. Die Nominierten stammen aus allen Disziplinen und Ländern in Europa. In diesem Jahr sind nun auch zwei Startups aus der Schweiz unter den Finalisten. Das EPFL Spin-Off OsmoBlue wird von Elodie Dahan geführt. Die venture leaderin von 2012 bietet Industrien eine zukunftsfähige und gewinnträchtige Lösung um Wärmeabfall wiederzuverwenden und Strom zu erzeugen. Die patentierte und innovative Technologie erzeugt Elektrizität aus Niedrigtemperaturwärme und weist eine bedeutend grössere Leistungseffizienz auf als ihre nächstfolgenden Wettbewerber. OsmoBlue kann auf namhafte Unterstützung zurückgreifen, so gewann Elodie Dahan jüngst auch die erste Runde des Förderprogramms venture kick und wird in Kürze für den nächsten kick pitchen.
Kandou Bus sorgt für mehr Power und senkt den Energieverbrauch
Das Schweizer TOP 100 Startup und EPFL Spin-Off Kandou Technologies ist ebenfalls für den ACES Award nominiert. Die venture kick Gewinner sorgen für mehr Power bei elektronischen Geräten, während ihr Energieverbrauch deutlich gesenkt werden kann. Mit der Green IT-Technik können elektronische Geräte kleiner, schneller und energieeffizienter gemacht werden. Dafür werden über einen neuen Sendeempfänger mehr Bits durch die Leitung geschickt. Entwickelt hat den Algorithmus der EPFL Prof. und Kandou-Gründer Amin Shokrollahi und Harm Cronie vom Labor für algorithmische Mathematik. Die Technik kann als neuer Standard für alle zukünftige Elektronik eingesetzt werden.
-
HeiQ gewinnt gemeinsam mit Bekaert einen interzum Award.
Süsse Träume mit dem interzum Award ausgezeichnet
Mi. 15.05.2013, 18:00
Bekaert Textiles, der weltweite Marktführer in der Entwicklung und Herstellung textiler Produkte für Matratzen, und das Schweizer Startup HeiQ haben gemeinsame Sache gemacht. Mit der von HeiQ entwickelten Technologie Adaptive erhielt das belgische Unternehmen Bekaert nun einen interzum award....Mehr lesen
Alle zwei Jahre vergibt die Koelnmesse in Kooperation mit red dot den interzum award. Der Wettbewerb kürt die besten Gestaltungen der internationalen Zulieferbranche der Möbelindustrie und des Innenausbaus. Die Bekaert Textiles Group setzt bei seinen Textilien für Matratzen auf die Technologie von HeiQ. Das 2005 von Carlo und Murray J. Height gegründete Unternehmen ist spezialisiert auf die Entwicklung von Hightech Effekten für Textilien. Preisgekrönt wurde nun die Technologie hinter Adaptive.
Erholsame Nächte dank Adaptive
Adaptive ist eine patentierte Technologie, mit welcher die behandelten Textilien aktiv auf äussere Einflüsse wie Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen reagieren und diese entsprechend regulieren können. Wärmt also der Körper das Textil, etwa die Matratze auf, löst Adaptive einen zusätzlichen Verdampfungsvorgang ein. Somit wird die Feuchtigkeit reduziert und gleichzeitig entsteht eine kühlend-erfrischende Wirkung. Mit dieser Technologie entsteht ein gesundes und hygienisches Schlafklima. Zudem erhöht die effiziente Steuerung der Transpirationsfeuchtigkeit die Haltbarkeit aller Matratzenkomponenten. Wie das genau funktioniert?
Hier geht’s zum Video
Ein weiterer venturelab-Alumni aufErfolgskurs
Der CEO von HeiQ, Carlo Centonze, freut sich sehr über die Auszeichnung. „Unsere 360 Grad Partnerschaft mit dem Marktführer Bekaert führte zu einem Produkt mit grossem Nutzen für unsere Kunden.“ Das innovative Hightech-Unternehmen entwickelt in seinen Labors laufend neue Innovationen für die Weltmärkte, so wurden bereits ein antibakterieller Geruchshemmer für Sport und Spitalhygiene auf dem Markt gebracht, sowie ein Wirkstoff entwickelt, der Textilien besonders gut vor Wasser, Blut, Fetten und Öl schützen kann. Unterstützung bekam HeiQ beim Start von dem Startup-Training venturelab: Carlos Centonze absolvierte hier Strategie- und Wachstumsworkshops, während Mitgründer Murray J. Height als Gewinner von venture leaders 2006 am zehntägigen Business-Development-Programm in Boston teilnahm.
-
Mit einem Exchange-Postfach ist die Mailfreiheit gross.
Per E-Mail in die Wolke
Di. 14.05.2013, 19:00
Mit einem Exchange-Postfach in der Cloud können Startups innert kurzer Zeit ganz einfach ihre Abläufe optimieren. Terminanfragen via E-Mail sind nur eine von vielen Annehmlichkeiten, die eine kombinierte Termin- und Gruppenplanung mit E-Mail-Funktionen mit sich bringt....Mehr lesen
Immer mehr Startups entdecken die Vorteile, die ein Cloud-Exchange-Server mit sich bringt. Anstatt innerhalb der eigenen Firewall einen Server in Betrieb zu nehmen und aufwändig zu pflegen und zu sichern, können dies Jungunternehmen den Spezialisten im Rechenzentrum überlassen und somit Zeit und Geld sparen. Exchange Online bietet 25 GB Speicherplatz und dieselben Funktionalitäten zu einem festen Preis ab 4.30 Fr. pro Monat und Mitarbeitenden. Viren- und Spamschutz für eine optimierte IT Sicherheit inklusive.
Kernkompetenzen und Flexibilität stärken
Doch wozu das Ganze? Die Antwort hat zwei Teile. Zuallererst entlasten sich Jungunternehmer/innen von der Verantwortung für ihre E-Mail- und Terminplanungsinfrastruktur. Aus gutem Grund ist dies angezeigt: Sie ist von zentraler Bedeutung. Zusammenarbeit über alle Grenzen hinweg funktioniert nur dank einfachem und sicherem Informationsaustausch. Dazu gehört auch der Einblick in den Terminplaner von Kollegen, das Buchen von Terminen und Planen von Ressourcen – sogar aus einem E-Mail heraus. Die Verantwortung für die zugrunde liegende Infrastruktur abzugeben bedeutet unter dem Strich tiefere Kosten. Nicht nur Lizenzkosten und -management entfallen, sondern auch der ganze Aufwand, den Kommunikationsserver vor fremden Zugriffen und Schädlingen zu schützen.
Mehr Produktivität und Mobilität
Der zweite Teil der Antwort betrifft die Produktivität und Mobilität: Ein "Postfach im Himmel" lässt sich mit jedem beliebigen Endgerät nutzen. Die Daten werden automatisch beim ersten Zugriff abgeglichen. So bleibt man immer auf dem neuesten Stand. Terminanfragen, E-Mails und Kontaktdaten laufen an zentraler Stelle im hochsicheren und -verfügbaren Rechenzentrum in der Cloud zusammen wodurch eine hohe Datensicherheit gewährleistet wird.
Die Vorteile auf einen Blick
Eine mobile Lösung «out of the cloud» bietet Startups viele Vorteile:
-
Optimale Integration in die bestehende Infrastruktur und Microsoft-Office-Softwarelandschaft
-
Flexibler, ungebundener und bedarfsorientierter Zugang zu virtualisierten Hard- und Softwareressourcen
-
Optimale Skalierbarkeit durch schnelles Auf- und Abschalten zusätzlicher Mitarbeitender (Nutzer).
-
Zugriff auf eine Cloud-Infrastruktur, die den Anforderungen des europäischen Datenschutzes genügt
-
Durch Experten gepflegte Infrastruktur im Rechenzentrum des Cloud-Anbieters
-
Optimale Workflows durch maximale Flexibilität und Mobilität sowie Einbindung in lokale installierte Office-Umgebung
-
Das ETH Spin-Off erhält mit der Swisscom prominente Unterstützung.
Die Notruf App «Uepaa!» erhält Unterstützung von der Swisscom
Di. 14.05.2013, 18:00
Die Uepaa AG stärkt sich für den bevorstehenden Markteintritt: Swisscom unterstützt das ETH Spin-off Uepaa Swiss Alpine Technologies bei der Vermarktung ihrer netzunabhängigen Smartphone-Lösung zur Lokalisierung verunfallter Alpinsportler....Mehr lesen
Das Startup Uepaa hat einen Sicherheitsservice für Menschen entwickelt, die ihre Freizeit und sportlichen Aktivitäten in den Bergen verbringen. Die Alarm-App ortet Verunglückte auch in Gebieten ohne Mobilfunkabdeckung via andere Smartphones in der näheren Umgebung. Möglich macht das die sogenannte Peer-to-Peer Technologie, welche die Smartphones aller UepaaNutzer und Retter zu einem Adhoc-Netz verknüpft, dass sich automatisch den Weg ins nächste Natelnetz sucht. Im Notfall wird so netzunabhängig die Bergrettung alarmiert, auch die Überflugssuche wird ermöglicht. Roger Wüthrich-Hasenböhler, Mitglied der Geschäftsleitung Swisscom (Schweiz) AG, erklärt: «Die Technologie von Uepaa hat grosses Potential, die Kommunikation über die gängigen Infrastrukturgrenzen hinaus zu erweitern. Wir freuen uns, Uepaa zu unterstützen und gemeinsam die mobile Kommunikation weiterzuentwickeln. Die Partnerschaft ist Teil des Engagements von Swisscom für Startups.»
Wichtiger Support für das Startup
Mathias Haussmann, Gründer und CEO Uepaa, ist überzeugt davon, mit dem Support und dem Netzwerk von Swisscom die Vision «der nächsten alpinen Sicherheitsstandards» verwirklichen zu können: «Dank der Partnerschaft mit Swisscom werden die Uepaa Kunden mit der bestmöglichen Anbindung, Backend- und First Level Support Infrastruktur in der Schweiz rechnen dürfen. Als Startup auf dem Weg in den Markt gilt es noch viele Hürden zu meistern und wir sind daher froh von der Power von Swisscom profitieren zu können.» Die Uepaa App steht rechtzeitig zur Wandersaison 2013 im Apple App Store und im Google Play Store zum Downlad bereit. Der Funktionsumfang wird laufend erweitert, beginnend mit der automatischen Unfallerkennung und erweiterten Kameradenhilfe. Uepaa wurde bereits mit zahlreichen Awards und Förderpreisen ausgezeichnet, darunter auch venture kick.
-
Vincent Couson (links) und Walter Brägger beim Geschäftsausflug.
«Glaubwürdig ist, wer sich selber treu bleibt.»
Di. 14.05.2013, 15:00
Von der Grossbank in die Selbständigkeit: Die drei Gründer von NoscoPartners haben jüngst diesen grossen Schritt gewagt. Das Startup bietet spezialisierte Ausbildungsprogramme für Finanzdienstleister an. Wie sich das Leben als Jungunternehmer anfühlt und welche täglichen Herausforderungen es zu meistern gilt, erzählt uns IFJ-Gründer Vincent Couson im Interview....Mehr lesen
«Was macht die NoscoPartners AG und wer steckt dahinter?»
Vincent Couson: «Wir bieten Finanztraining und Ausbildungsprogramme für Finanzdienstleister und deren Kunden an. So arbeiten wir zum Beispiel mit den Ausbildungsabteilungen von Banken zusammen, um Ausbildungsprogramme für deren Mitarbeiter zu planen und durchzuführen. Dabei konzentrieren wir uns auf technische Themenbereiche wie Risikomanagement, Derivative Instrumente, Unternehmensanalyse sowie spezifische Finanzprodukte. NoscoPartners das sind Walter Brägger, Joe Troccolo und ich, allesamt noch bis vor Kurzem langjährige Mitarbeiter einer grossen Bank.»
«Was machen Sie anders als Ihre Mitstreiter?»
Vincent Couson: «Ich würde drei Punkte hervorheben: Wir vermitteln nicht nur Schulbuch-Wissen, sondern bringen speziell auch praktische Einsichten und unsere Erfahrungen mit ein. Wir bieten Ausbildungsprogramme und weniger einzelne Kurse an, was die Kommunikation und den Verkauf vereinfacht. Und ganz wichtig ist, dass wir mit der Business-Front zusammenarbeiten und zum Beispiel auch die Kunden unserer Kunden schulen und somit Wissenstransfer als Akquisitionsinstrument im Tagesgeschäft einsetzen.»
«Ihre Firma ist erst ein paar Wochen alt. Wie geht es Ihnen als Jungunternehmer?»
Vincent Couson: «Die Antwort hängt wohl davon ab, zu welcher Uhrzeit Sie mir diese Frage stellen (lacht). Eigentlich geht es mir ganz gut, aber vor Frustration, Ängsten und Zweifel ist niemand sicher, auch wenn ich ganz genau weiss, dass meine Entscheidung mich selbständig zu machen die richtige war. Ich denke meinen Partnern geht es ähnlich.»
«Was waren bislang die grössten Herausforderungen als Startup?»
Vincent Couson: «Das Priorisieren. Niemand sagt einem was als nächstes zu tun ist und es ist einfacher das zu tun, was man gerne macht anstatt unangenehmere Arbeiten anzupacken. Wenn eigentlich ein Verkaufstelefonat anstehen würde, gibt es plötzlich ganz viele andere Administrations-Arbeiten... Da muss man aus seiner Komfortzone herauskommen. Beim Verkaufen lernte ich schnell, dass niemand auf uns gewartet hat - auch wenn Geschäftsidee und Dienstleistung stimmen. Da hilft nur eine klare und einfache Kommunikation und die richtige Balance aus Hartnäckigkeit und Geduld. Im Tagesgeschäft sind wir ein virtuelles Unternehmen. Walter ist in Basel, Joe in London und ich in Zürich. Da hätte man meinen können, dass dies zum Problem werden könnte, aber mit den heutigen technischen Möglichkeiten klappt das wunderbar.»
«Wieso haben Sie sich für die Rechtsform der AG entschieden?»
Vincent Couson: «Eigentlich nur weil wir international tätig sind und wir die Möglichkeit haben möchten, künftig weitere Personen und Mitarbeiter am Unternehmen zu beteiligen.»
«Was war für Sie das entscheidende Argument für die Benutzung von AbaWeb?»
Vincent Couson: «Zu Beginn weiss man noch nicht, was die eigenen Anforderungen an ein Buchhaltungssystem überhaupt sind. Ich glaube, das ergibt sich erst mit der Zeit. Daher haben wir uns auf die Empfehlung des IFJ verlassen und uns für AbaWeb entschieden. Wir haben Wert darauf gelegt, dass wir diese Entscheidung in einem Jahr ohne grossen Kostenaufwand wieder überdenken können.»
«In welchem konkreten Bereich in Ihrem Alltag können Sie am meisten von der von der Online-Lösung profitieren?»
Vincent Couson: «Alles andere als eine Online-Lösung kommt für uns nicht in Frage. Wir sind keine IT Spezialisten und wollen uns nicht mit Software Installation und sonstigen IT Problemen auseinandersetzen. Zudem ist diese Lösung ideal, weil unsere Treuhänder ebenfalls Zugriff auf unsere Buchhaltung haben und gewisse Arbeiten und Kontrollen online im System durchführen können.»
«Welchen Ratschlag würden Sie künftigen Firmengründern mit auf den Weg geben?»
Vincent Couson: «Man muss lernen mit Unsicherheit zu leben. Es gibt keine direkte Rückmeldung, ob etwas richtig oder falsch ist und ob man auf dem richtigen Weg ist. Also muss man einen Plan ausarbeiten, diesen so gut wie möglich ausführen und dann aber auch mal nach Hause gehen können und ein bisschen Geduld haben. Das ist natürlich einfacher gesagt als getan. Auch ist es ganz wichtig zu lernen, sich auf seine Partner zu verlassen sowie klar und offen zu kommunizieren.»
«Und mit welchem Trick gewinnt man den nächsten Pitch vor Investoren ganz bestimmt?»
Vincent Couson: «Wie man einen Pitch ganz bestimmt gewinnt kann ich nicht sagen. Aber hier sind einige Grundsätze, die ich als wichtig erachte: Verkaufen fängt schon lange vor dem Pitch an. Mit vielen Leuten zu reden, Ideen auszutauschen, nicht nur zu nehmen sondern auch mal zu geben sowie das Networking sind aus meiner Sicht essentiell. Im Pitch selber sind für mich folgende drei Punkte zentral: Je kürzer und klarer, umso besser. Das heisst gleich zum Punkt zu kommen, statt lange auszuholen und Details zu erklären. Die Message richtet sich an den Kunden. Zweitens muss man alles was für den Kunden oder für dieses Meeting uninteressant ist unbedingt weglassen. Das tönt ziemlich einfach, ist es aber nicht. Und drittens kann man nur glaubwürdig sein, wenn man auch im Verkaufsgespräch sich selber bleibt, so redet, wie einem der Schnabel gewachsen ist und nicht plötzlich in eine antrainierte Verkäuferrolle schlüpft. Vielleicht noch ein vierter Punkt, den ich auf die harte Tour lernen musste. Manchmal ist der Kunde einfach noch nicht so weit, um eine Entscheidung zu fällen, da macht es keinen Sinn hartnäckig den Abschluss zu suchen. Ein paar Schritte zurück zu machen und über andere Dinge zu sprechen kann in einem solchen Fall Gold wert sein.»
-
Der Jungunternehmer und Liebhaber lettischer Spirituosen Janick Tagmann.
Mit Kommunikationsgeschick zu lettischen Spirituosen
Mo. 06.05.2013, 07:00
Janick Tagmann betreut mit seiner Tag und Mann GmbH mehrheitlich Verbände und NGOs auf dem Weg zur richtigen Strategie für eine erfolgreiche Onlinekommunikation. Zusammen mit einem Freund importiert er zudem lettische Spirituosen. Wie er das alles unter einen Hut bringt und was die grössten Herausforderungen sind, erzählt der Jungunternehmer im Interview. ...Mehr lesen
«Was macht die Tag und Mann GmbH und wer steht dahinter?»
Janick Tagmann: «Die Tag und Mann GmbH ist ein Einmannbetrieb, der in der Kommunikation zu Hause ist. Meine Spezialitäten lassen sich mit meinen beruflichen Stationen erklären: Bereits während des Studiums habe ich redaktionell und konzeptionell gearbeitet. Es folgten Stationen in Wirtschaftsverbänden und Agenturen in den Bereichen Kommunikation und Public Affairs. Heute kombiniere ich dieses Wissen, um für meine Kunden – mehrheitlich Verbände und NGOs – die richtige Strategie für die erfolgreiche Onlinekommunikation zu entwickeln. Konzeptionieren und beraten ist dabei das eine. Gemeinsam mit einem Netzwerk von Spezialisten operationalisiere ich die eigenen Strategien aber auch – von der Stakeholderanalyse bis hin zum Text. Bei der Operationalisierung kann ich meine Erfahrungen im Bereich Marketingkommunikation, Vertrieb und Logistik mit meinen eigenen Startups, etwa einem Import- und Vertriebsgeschäft für lettische Spirituosen, einfliessen lassen.»
«Wie entstand die Idee, Spirituosen aus Lettland zu importieren?»
«Das war im wahrsten Sinne des Wortes eine Schnapsidee. Während eines Austauschsemesters an der Uni in Riga habe ich spätabends die lettische Exportmanagerin der Destillerie Latvijas Balzams kennengelernt. Sie schlug vor, ich solle die Lizenz für den Vertrieb ihrer Produkte in der Schweiz erwerben. Am selben Abend habe ich, ohne jegliches Wissen über die Branche und ihre Funktionsmechanismen, spontan zugesagt. Als einige Monate später, zurück in der Schweiz, der Anruf kam, dass das Angebot noch steht, war die Euphorie etwas kleiner, aber das Interesse immer noch gross. So haben ein Kollege und ich 2007 die Lizenz erworben – und zu aller Anfang, die Konkurrenz ist ja nicht gerade klein, sehr viel Lehrgeld bezahlt. Mittlerweile, mit dem nötigen Wissen und um einige Erfahrungen reicher, sind unsere Spirituosen beispielsweise schweizweit im Globus erhältlich – und auch in der Zürcher Gastronomie präsent. Stolz kann ich sagen, dass wir sage und schreibe 80 Prozent Marktanteil bei den in der Schweiz getrunkenen lettischen Spirituosen haben.»
«Was ist das Besondere an den lettischen Spirituosen?»
«Das Baltikum kennt eine lange Tradition in der Produktion und dem Genuss von hochprozentigen Wässerchen in ihrer puren Form. Die von uns angebotenen Produkte werden mehrheitlich für den baltischen Raum destilliert und werden nicht für den westeuropäischen Gaumen mit allerlei Parfümierungen und anderen Geschmackstoffen angereichert. Das kommt bei unseren Kunden sehr gut an. Für den Sommer empfehle ich unseren lettischen LB Gin mit einer intensiven Wachholdernote, für den Winter unseren Riga Black Balsam gemischt mit warmem Cassissaft und einer Prise Zimt – das lettische Nationalgetränk und eine spannende Alternative zu Glühwein.»
«Was waren bislang die grössten Herausforderungen als Jungunternehmer?»
«Es gibt in einem Startup immer genügend zu tun – die Tage sind entsprechend lang. Selbst als Spezialist tätig, muss man lernen, für gewisse Arbeiten andere Spezialisten zurate zu ziehen, damit mehr Zeit für das eigene Kerngeschäft bleibt. So setze ich von Anfang an auf die BDO für alle Fragen rund um die Buchhaltung.»
«Wie kamst du auf den Firmennamen „Tag und Mann“?»
«Ich wollte meinen Nachnamen nicht mehr buchstabieren müssen, um schlussendlich doch Briefe für Herrn Hartmann zu erhalten. Spass beiseite. Auch ein Firmenname soll sich als Alleinstellungsmerkmal von anderen Firmennamen unterscheiden. So entschied ich mich, da Kommunikation zuweilen auch überraschen oder neugierig machen soll, für Tag und Mann und nicht für Tagmann Kommunikation, wohlwissend dass sich auch ein Firmenzweck im Laufe der Jahre wandeln kann und es schade wäre, einen stetig aufgebauten Namen aufgeben zu müssen, weil die Käserei Tagmann mittlerweile Charcuterieprodukte verkauft. Auf jeden Fall ist seit der Firmengründung kein Brief an Herrn Hartmann eingetroffen, was ich bereits als sehr grossen Erfolg ansehe.»
«Wieso hast du dich für die Rechtsform der GmbH entschieden?»
«Mit der GmbH habe ich im Vergleich zu einer Einzelfirma eine klare Abgrenzung zwischen meinen privaten und meinen unternehmerischen Finanzen. Zudem gewährt mir die GmbH eine grössere Flexibilität für mögliche Kooperationen mit anderen Unternehmen.»
«Wie konnte dich das IFJ bei der Gründung unterstützen?»
«Das IFJ stand mir nicht nur bei der Gründung kompetent zur Seite – auch rechtliche Fragen rund um die Vermählung meiner verschiedenen Geschäftsfelder wurden speditiv und konstruktiv bearbeitet. Ich lag meiner IFJ-Beraterin Daniela Proietto mit so vielen rechtlichen Detailfragen in den Ohren und kann daher zurecht sagen, dass nicht nur die Qualität der Dienstleistungen stimmt, sondern auch der Preis.»
«Was ist dein Ratschlag für zukünftige Gründer?»
«Allgemeingültige Ratschläge gibt es meines Erachtens nicht. Auf jeden Fall sollte man, wenn man eine gute Idee oder ein erfolgversprechendes Konzept hat, dieses auch versuchen in die Tat umzusetzen. Denn Scheitern ist weniger schlimm, als es gar nicht erst versucht zu haben.»
-
Das ist die Schweizer Startup-Nationalmannschaft 2013.
Carlo Ruiz Preciado, Philipp Bolliger, Fabian Nater und David Din (v.l.).
Das venture leaders Kick-Off in Lausanne
Do. 02.05.2013, 12:00
Die diesjährigen venture leaders trafen sich am 30. April zum Kick-Off Event an der EPF in Lausanne. Die auserwählten Startups präsentierten in kurzen Pitches ihre Projekte und wählten Paulo Goncalves von SwissLeg zum Kapitän der Mannschaft. Der ehemalige venture leader und heutige GetYourGuide CEO Johannes Reck und Mathieu Fivaz, Co-Gründer von Urturn, waren die „Keynote Speaker“ an dieser Spezialausgabe von venture ideas....Mehr lesen
Von den Besten für diejenigen mit dem grössten Potenzial: Ganz nach diesem Motto gaben die früheren venture leaders, welche inzwischen zu erfolgreichen Jungunternehmen heranwuchsen, der diesjährigen Startup-Nationalmannschaft wertvolle Tipps. Neben Johannes Reck, CEO und Co-Gründer von GetYourGuide und Mathieu Fivaz, Co-Gründer und COO von Urturn, standen auch die Gründer von Abionic, Sensefly, Leman Micro Devices und Aleva Neurotherapeutics im Rolex Learning Center Forum an der EPFL auf der Bühne. Ein besonderes Highlight waren die jeweils einminütigen Pitches der venture leaders. Paulo Goncalves, Gründer von SwissLegs, wurde zum Kapitän der Mannschaft gewählt. „Unser Team weist eine spannende Bandbreite von Themen auf und ich freue mich, auf eine bereichernde und lehrreiche Zeit in Boston“, so der frisch gekürte Kapitän. Den Helbling Innogrant Award gewann venture leader Srinivasan Murali von SmartCardia.
venture leaders: Das Highlight von venturelab
Die venture leaders Gewinner, die allesamt globale Märkte erobern wollen, werden vom 11. – 21. Juni an einem Business-Development-Programm in Boston teilnehmen. venture leaders, das Programm-Highlight des nationalen Startup-Trainings venturelab, war in den vergangenen zwölf Jahren für zahlreiche Schweizer Startups ein wichtiger Meilenstein und ein Sprungbrett für die geglückte Finanzierung. Dies zeigt auch das Beispiel aus dem letzten Jahr: Sechs Startups konnten nach ihrer Rückkehr aus Boston erfolgreiche Finanzierungsrunden über insgesamt 20 Millionen Franken abschliessen.
-
Wird der Entrepreneur of the Year auch einen Swiss Economic Award abholen?
Rokkt Kai Glatt auch den Swiss Economic Award?
Do. 02.05.2013, 06:00
Unter den Finalisten für den diesjährigen Swiss Economic Award befinden sich zahlreiche Startups aus dem Kreise von venturelab – genauer: In jeder der drei Kategorien hat es ein venturelab-Alumni ins Finale geschafft. Mit dabei sind GetYourGuide, The Rokker Company und VirtaMed....Mehr lesen
Der Swiss Economic Award wird jährlich an herausragende Jungunternehmen verliehen. Die diesjährige Preisverleihung findet im Rahmen des Swiss Economic Forums in Interlaken vom 6./7. Juni statt. Vor über 1250 Entscheidungsträgern aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und den Medien werden die Sieger bekannt gegeben. Der Award wird in den Kategorien Dienstleistung, Hightech/Biotech und Produktion/Gewerbe an Startups vergeben. Der Preis ist mit 75'000 Franken dotiert.
GetYourGuide: Teil der venturelab-Familie
Die erst 2008 gegründete Online-Buchungsplattform für Touren und Ausflüge gehört zu den erfolgreichsten Schweizer Startups und schaffte es 2012 auf Platz drei der Top 100. Jüngst sorgte GetYourGuide mit der Übernahme des in Berlin stationierten Webstartups Gidsy für Furore. Gidsy positionierte sich als Markplatz für Aktivitäten und wird nun teil von GetYourGuide. Das Startup ist in der Kategorie Dienstleistung für den Swiss Economic Award nominiert. Die Geschäftsidee von GetYourGuide wurde im Semesterkurs venture challenge an der ETH Zürich entwickelt. CEO Johannes Reck flog danach mit den venture leaders in die USA und holte sich dort das Rüstzeug für den internationalen Markt. Heute hat das Startup bereits Niederlassungen in Zürich, Berlin und Las Vegas, zahlreiche Partnerschaften mit führenden Reisewebseiten sowie bereits 100 Mitarbeitende.
VirtaMed – der erste Gewinner von venture kick
In der Kategorie Hightech/Biotech gehört das 2007 gegründete Startup VirtaMed zu den drei Finalisten des Swiss Economic Awards. Stefan Tuchschmid, Gründer und CEO, war 2008 der erste der bei der Förderinitiative venture kick den maximalen Betrag von 130‘000 Franken erhielt. Der ehemalige venture leader ist mit seinem Startup auf Erfolgskurs: 2008 brachte VirtaMed den ersten Virtual Reality Trainingssimulator auf den Markt. Er ermöglicht Ärzten, diagnostische und operative Eingriffe in der Gebärmutter in risikofreier Umgebung zu üben, bevor sie an echten Menschen operieren. Im 2010 kam der TURPSim hinzu, mit welchem die Prostata-Resektion mit dem Resektoskop oder Laser trainiert werden kann. Seit Sommer 2012 ist der neuste Simulator auf dem Markt und bereits an die ersten Trainingszentren verkauft: ArthroS. Dieser ermöglicht das Üben von komplizierten Knie- und demnächst Schulterarthroskopien.
The Rokker Company: Starke Hosen für Biker
Gestartet sind die «Rokker» aus dem Rheintal mit Jeans für
Motorradfahrer. Dank einem speziellen Gewebe vereinen die
Hosen Design mit Schutz bei Unfällen. Unterdessen hat die
Firma eine zweite Kollektion für den Alltag lanciert. Jetzt ist das 2009 von Kai Glatt und Michael Kuratli gegründete Startup für den Swiss Economic Award in der Kategorie Produktion/Gewerbe nominiert. Kai Glatt, ehemaliger IFJ-Mitarbeiter und venturelab-Trainer, wurde 2011 zum Entrepreneur of the Year von Ernst und Young gekürt und vertreibt die Motorradjeans mit Schutzfunktion inzwischen in 13 europäischen Ländern.
-
Das Startup QualySense darf sich über eine Kapitalerhöhung freuen.
QualySense schliesst dritte Finanzierungsrunde
Mi. 01.05.2013, 22:00
QualySense, Entwickler einer innovativen Getreide- und Saatgut-Sortiertechnik, konnte die dritte Finanzierungsrunde abschliessen. Das Startup erhält eine Million frisches Kapital, welches hauptsächlich von bereits bestehenden Investoren stammt, darunter finden sich sowohl Schweizer als auch internationale Business Angels. ...Mehr lesen
CEO Francesco Dell’Endices gründete 2010 gemeinsam mit Olga Mykhailova und Paolo D’Alcini das Startup QualySense. Nachdem die Jungunternehmer bereits zahlreiche Preise gewonnen haben und auch bei venture kick das Finale für sich entschieden, ist es nun soweit: Die dritte Finanzierungsrunde ist geschafft und insgesamt fliesst dem Unternehmen nun frisches Kapital im Wert von einer Million Franken zu. Der ehemalige venture leader Francesco Dell’Endice dazu: „Diese erfolgreiche Finanzierungsrunde wird das Unternehmen sicher in die Zukunft führen.“
Qualitätssicherung für Getreide und Samen
Der QSorter von QualySense erlaubt es zum ersten Mal, die
Qualität von Getreidekörnern, Samen und Bohnen Stück für
Stück zu überprüfen – bei atemberaubender Geschwindigkeit. Die patentierten Geräte können Körner, Samen und Bohnen dank ihrer biochemischen Eigenschaften zuverlässig sortieren. Der Markt hierfür ist sehr attraktiv: Produktivität und Lebensmittelsicherheit lassen sich dadurch entscheidend verbessern.